Vom Mut kranker Menschen

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vermeiden: Das Voranstehen­de soll nicht dazu führen, in Cannabis das all­heilende Wundermittel zu sehen. Gerade die psychischen Krankheiten sind weder in ihren Ursachen noch in ihrer Therapierung hinrei­chend erforscht Immer mehr in den Vorder­grund rückt allerdings, dass monokausale Ur­sachen selten sind. Um das eine Krankheit umgebende Geflecht aus physischen und psychischen Wurzeln zu entwir­ren, ist meist kompetente Hilfe notwendig. Aber wer ist kompetent?

Die aufgeführten Fälle zeigen neben dem Mut der Menschen die Hilflosigkeit der Ärzte, die der cannabinoiden Zusatztherapie ihrer Patienten bisweilen akzeptierend, gelegentlich ablehnend, immer aber ratlos gegenüber stehen, weil auch sie, die vermeint­lichen Experten, keine hinreichenden Informa­tionen zu diesem Naturstoff haben. Damit ist auch die Problemlage eines Gesundheitssystems angesprochen, welches im ausgeprägten Abhängigkeitsverhältnis zur pharmazeutischen Industrie steht Dass aber die legale Chemie al­leine nicht allen hilft, steht fest Für den Ein­zelnen auf der Suche nach einer umfassenden Behandlung seiner Krankheit bleibt daher oft nur der Gang in die Illegalität Franjo Groten­hermen weist gegenüber dem hanfblatt darauf hin, dass Betroffene sich an den ACM wenden können, falls sie von einer heilenden oder lin­dernden Wirkung von Cannabis auf ihre Krank­heit hören und fachlichen Rat benötigen.

Die unbestreitbaren positiven Effekte der Can­nabinoide im Körper dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Einzelne auch mit die­sem Medikament verantwortungsvoll umgehen muss, um den Erfolg nicht in einen Schaden umkippen zu lassen. Denn nicht allein die Do­sis bestimmt das Gift, auch die mentale und so­ziale Verfassung des Konsumenten. Positiv ist daher die Zielgerichtetheit, mit der die hier be­schriebenen Patienten Cannabis anwenden. Ob­wohl das hedonistische Spektrum der Droge be­kannt ist, liegt der Augenmerk bei ihnen deutlich auf der Linderung der Krankheit. Und, diese persönliche Bemerkung sei erlaubt, das hanfblatt wünscht auf diesem Wege weiterhin

gute Besserung!