Vom Mut kranker Menschen

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Cannabis wird von vielen als Medikament genutzt.

Trotz einer mittlerweile etablierten Forschung über die medizinischen Anwendungsmöglichkeiten von Cannabis überwiegen Vorurteile gegenüber dem Hanf als Heilmittel. Es soll an dieser Stelle nicht die Diskussion um die historischen Wurzeln des Heilmittels Cannabis aufgerollt werden. Fest steht, dass die Produkte der Hanfpflanze über Jahrhunderte, ja, Jahrtausende von den Men-

schen in ganz unter­schiedlichen Regio­nen des Globus‘ genutzt wurden. Erst im Laufe des 20. Jahr­hunderts wurde Can­nabis ideologisiert und dämonisiert und in Folge dessen aus den medizinischen Lehrbüchern gestri­chen.

Genauso wenig allerdings wie ein Verbot die Genießer und Neugierigen abschreckt, so ver­hindern unsinnige Gesetze, dass kranke Men­schen auf der Suche nach Gesundheit und Wohlbefinden sich der Pflanze zuwenden.

Ideologisch präformierte Wissenschaftler suchen mit finanzieller Unterstützung puritanisch-ka­pitalistischer Konzerne und einer verblendeten Politik seit den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Entbehrlichkeit von Cannabis nachzuweisen. Erfolglos.

Um es kurz zu machen: Heute werden die me­dizinischen Effekte von Cannabis nach dem Eta­blierungsgrad ihrer Nachweisbarkeit eingeord­net. Als etabliert gilt die Wirksamkeit gegen Übelkeit und Erbrechen und damit gegen Ess­störungen und dem damit verbundenen Ge­wichtsverlust Als relativ gut gesichert gelten die Effekte bei Spastiken, Schmerzzuständen, Be­wegungsstörungen, Asthma und dem Glaukom (Grüner Star). Als weniger gut gesichert gilt die Wirksamkeit bei Allergien, Juckreiz, Infektio­nen, Epilepsien, Depressionen, Angststörungen, Abhängigkeit und Entzugssymptomen.

Vom MutVon der Diskussion um die Legalisierung von Cannabis einmal ganz abgesehen: Trotz der Er­gebnisse der Forschung sieht die Politik keinen Anlass kranken Menschen den Zugang zu ei­nem preiswerten und offensichtlich wirksamen Medikament zu gewähren. Man fürchtet den Dammbruch und sieht hinter den Argumenten der Medizinalhanf-Befürworter nur eine weite­re Taktik, um der Legalisierung eines Rausch­mittels Vorschub zu leisten.

Soviel vorweg. Um die Diskussion nicht nur den akademischen, parlamentarischen und berufs­genossenschaftlichen Zirkeln zu überlassen, ist es nötig, die Menschen zu Wort kommen zu las­sen, die Hanf als ihre persönliche Medizin bei einer schweren Krankheit anwenden. Ihre Geschichten sollen hier Thema sein.

von Günther immer ähnlich: Nach dem Aufste­hen raucht er ein Gramm Cannabis und für rund vier Stunden sind seine Schmerzen gelin­dert. Gegen 15 Uhr nimmt er die zweite Dosis des Tages zu sich, gegen 20 Uhr die letzte. „Es verwundert mich immer wieder, wie entspan­nend und krampflösend dieses Mittel ist“, sagt Günther. Über eine lange Versuchsreihe sei er auf diese Dosierung gekommen: „Mehr Rau­chen bringt nicht mehr Linderung:`

Durch die ständige Schiefhaltung des Kopfes sind Wirbelsäule und die Halswirbel verscho­ben. Da die Krankheit zur Zeit nicht heilbar ist, bezieht Günther EU-Rente – an eine regel­mäßige Arbeit ist nicht zu denken. „Früher konnte ich nicht mal auf die Straße raus, heute schaffe ich das, zwar in Begleitung, aber im­merhin:“ Und auf den Grad der Verbesserung angesprochen, sagt Günther: „Wenn es früher 100% Krank­heit waren, dann sind es heute 60%“.

Dem Architekten sei Dank: Günthers Balkon ist auf der Süd­seite seiner Wohnung – es herrschen opti­male Bedingungen für die Hanfzucht für den Eigenbedarf. Seine Ärzte wunderten sich über Günthers Genesung, bis er das Geheimnis aufklärte: „Die sagen jetzt, ich soll es nehmen, wenn es denn hilft.“ Trotz der Besserung ist Günther alle drei Monate auf Spritzen mit dem Nervengift „Botulinum Toxin“ angewiesen. „Davor graut mir jedes Mal. Da­nach kann ich nicht richtig schlucken und um überhaupt Essen zu können, muss ich enorm viel trinken“ Zudem treten durch die Injektio­nen in die Halsmuskulatur zeitweise Lähmun­gen an Armen und Beinen auf.

Die Nebenwirkungen von Hanf stuft er dage­gen als gering ein. Ein Rauschempfinden stelle sich für ihn kaum noch ein. „Losgelöst, aber nicht high“, fühle er sich, „aber der Rausch geht in den Muskel und die Entspannung“. Das Ver­bot von Cannabis hält der Mann für unsinnig.

Crohn

Von Seiten einer pharmazeutisch orientierten

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