Paradise Seeds – Seeds and Genetics

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Als Luc 1994 mit seiner Arbeit als Hanfsamen – züchter offiziell begann, war die niederländische Cannabis-Welt noch in Ordnung. In Holland war es möglich, Hanf zur Samenproduktion Indoor – also unter Kunstlicht – anzubauen. Als sich die Gesetzeslage änderte, war er einer der ersten, die ihr Glück in der Schweiz versuchten. Zusammen mit Schweizer Partnern und seinem Know-how und Genetiken wurden in kürzester Zeit riesige Gewächshäuser „begrünt“. Einige Zeit ging das auch ganz gut, bis irgendwann die Schweizer Behörden auf ihn aufmerksam wurden. Schließlich wurden die Pflanzen beschlagnahmt und Luc verlor alles, was er in der Schweiz aufgebaut hatte. Er kann von Glück reden, dass er nicht auch noch seine Freiheit verloren hat, denn das Schweizer Gericht verurteilte ihn „nur“ zu einer Geldstrafe. Ihm wurden mildernde Umstände zuerkannt, weil er sich offenbar nicht mit der neuen Gesetzgebung in der Schweiz auskannte. Dort ist es zwar möglich, Hanf zur Samenproduktion anzubauen, jedoch nicht, wenn das Cannabis für Rauschmittelzwecke eingesetzt werden soll.

Lucs Firma Paradise Seeds wurde ihre Homepage im Internet zum Verhängnis, in der sich die Mitarbeiter positiv zu dem Konsum von Hanf äußern. Da man ihnen aber nicht nachweisen konnte, dass die von Paradise Seeds produzierten Hanfsamen tatsächlich für die Rauschmittelproduktion bestimmt waren, wurden nur Bewährungsstrafen verhängt…
Zurück in Holland stand Luc mehr oder weniger vor dem Nichts. Glücklicherweise hatte er rechtzeitig die wertvollen Mutterpflanzen, die den Stand seiner jahrelangen Züchtung darstellen, an verschiedene sichere Orte gebracht. So wurde zumindest die Basis für den
Fortbestand der Paradise Seeds – Genetiken gesichert. Sorten wie Sensi Star oder Nebula blieben so weiterhin verfügbar. Die rechtliche Situation zwingt die niederländischen Hanfsamenbanken, in der Illegalität zu arbeiten. Zum Züchten und Erhalten der verschiedenen Sorten ist es notwendig, die Pflanzen unter Kunstlicht zu stellen. Nur so erreicht man die langen Lichtperioden, die die Pflanzen während der vegetativen Phase benötigen (Mutterpflanzen können in der vegetativen Phase – unter 24 Stunden Dauerlicht – mehrere Jahre alt werden und Stecklinge liefern). Offiziell werden lediglich bis zu fünf Pflanzen geduldet. Für die Hanfsamenbanken ein Handicap, das die meisten mittlerweile auf die eine oder andere Weise gelöst haben. Die meisten verteilen die Pflanzen auf verschiedene Grower, die dann die Ergebnisse bei der Hanfsamen – Bank abgeben. Doch dabei bleibt es nicht aus, dass von Zeit zu Zeit ein Grower „gebustet“ wird. Diese Erfahrungen musste auch Luc schon machen… Die aktuelle holländische Regierung fährt einen sehr konservativen Kurs: So laufen derzeit Werbespots im niederländischen Fernsehen, in dem eine Telefonnummer beworben wird, die Leute anonym anrufen können, wenn sie der Polizei ein Verbrechen melden wollen. Dazu werden Bilder von Growern gezeigt, die in ihrer Wohnung Cannabis anbauen.
Für Luc ist dies eine Kampfansage der Regierung, die mit dieser Propaganda die Leute einschüchtern will und die Grower als Kriminelle darstellt. „Das ist die selbe Art von Politik, wie sie in den USA betrieben wird: Den Menschen Angst einjagen, sie einschüchtern und sie dann in die Fänge der „lieben“, „anständigen“ konservativ-christlichen Parteien locken, bei denen man angeblich sicher ist. Dabei sind die Christen nicht weniger Lügner als alle anderen auch“. In etwa zwei Jahren sind wieder Wahlen in den Niederlanden. „Dann“, so hofft Luc, „ wird die Regierung hoffentlich nicht wieder gewählt, denn sonst kann es in Zukunft noch schwieriger werden“.

Trotz der widrigen Umstände hat Luc sein Hanfsamenprogramm um vier Pfl anzen erweitern können. Seine Outdoorsorte Sweet Purple konnte in diesem Jahr sogar den Highlife Cup gewinnen. Und auch in Zukunft – wenn die Situation es ermöglicht – will Paradise Seeds weitere Sorten auf den Markt bringen und auf den verschiednen Cups Preise gewinnen…

Sweet Purple®
Winner of 2004 Highlife Cup!!!

Typ: Purple Indica/Sativa
Blütezeit: Ende September/Anfang Oktober
Anbauumgebung: Outdoor
Ernte: 500 g pro Pflanze
Wirkung: klar, körperlich entspannend
Geruch/Geschmack: kräutermäßig
THC: 7-10%

Sweet Purple ist ein Hybrid aus drei unterschiedlichen Sorten: einer Purple-Pflanze, einer früh blühenden und ertragreichen holländischen Sorte und einer dritten Varietät mit hoher Potenz. Wie der Name schon andeutet, erhält diese Sorte ihre Farbe von dem Purple-Elternteil, während das süßliche Aroma ein Einfluss des holländischen Teils der Familie ist. Dieser hauptsächlich Indika-Mix wird eigentlich schon seit 1999 für den Outdooreinsatz in gemäßigtem Klima gezüchtet.

Wenn ein niederländischer Züchter von einer Sorte sagt, sie wäre gut für den Outdooranbau geeignet, kann man davon ausgehen, dass sie kaltem, nassen Klimaverhältnissen strotzt. Sweet Purple besitzt zudem eine Schimmelresistenz. Sie wächst bis zu einer Höhe von 2,5 Metern und kann dann bis zu 500 g Erntemenge ergeben. Sweet Purple weist einige Variationen auf, bei denen der Wirkstoffgehalt von durchschnittlich bis überdurchschnittlich variiert. Auch die Farbe kann von Pflanze zu Pflanze wechseln. Das Bouquet ist stark kräutermäßig, mit süßlichem Geruch.

Swiss Bliss®

Typ: Mostly Sativa
Ernte pro m2 (Indoor): 400 g
Ernte pro Pflanze (Outdoor): bis zu 1000 g
Erntezeitpunkt Outdoor: Ende Oktober bis Anfang November
Anbautipp: Diese Pflanze benötigt relativ viel Platz.
Anbauumgebung: Indoor und Outdoor
THC: 16-20%

Ein wunderschöne Pflanze mit überwiegend Sativa-Einflüssen. Das Aroma erinnert etwas an tropische Früchte. Das Wachstumsmuster macht sie zu einer Pflanze, die gut für das Beschneiden geeignet ist. Das bedeutet, dass weniger Pflanzen pro Quadratmeter gestellt werden, als etwa beim „Sea of green“. Dennoch erreicht diese Pflanze eine hohe Ernte von klebrigen, potenten Blüten, die verteilt aufverschiedenen Ästen wachsen – und das in einer Blütezeit von etwa neun Wochen. Die Wirkung wird als angenehm und ekstatisch beschrieben, ein „richtiges“ High…

Magic Bud ®

Typ: Indica/ Sativa
Ernte pro m2 (Indoors): 500 g
Ernte pro Pflanze (Outdoor): bis zu 500 g
Erntezeitpunkt Outdoor: Mitte Oktober
Anbauumgebung: Indoor und Outdoor
Wirkung: angenehmes cerebrales
Sativa High
THC:
10-16%

Magic Bud stellt eine der vollendetsten Indika- und Sativa-Kombinationen dar, die bei Paradise Seeds erhältlich sind. Diese Kombination macht sie zu einer einfach zu growenden „Bud-Bombe“. Der Geschmack und der aromatische Geruch machen sie zu einer mild zu rauchenden Sorte, deren Wirkung das für Sativa Pflanzen typische cerebrale High ist. In einer relativ kurzen Zeit (etwa 50 Tage Indoor) produziert die

Pflanze schöne, feste Blüten. Das macht sie zu einer beliebten Sorte bei GrowerInnen, die sowohl an hoher Ernte und kurzer Blütezeit interessiert sind, als auch an einer Qualität, die über den meisten kommerziellen Sorten liegt.

Durga Mata ®
The Mother Goddess.

Typ: Indika
Blütezeit: 50 – 55 Tage
Ernte pro m2 : 400 – 450 g
Anbauumgebung: Indoor und Outdoor
Ernte pro Pflanze (Outdoor): etwa 500 g
Erntezeitpunkt Outdoor: Anfang Oktober
Anbautipp (für Outdooranbau): Die Pflanze sollte mindestens 6 Stunden direktes Sonnenlicht bekommen, um die besten Ergebnisse zu erzielen.
Wirkung: körperlich entspannend/medizinische Qualitäten
THC: 16-20%

Diese Indika ist eine Kreuzung aus zwei Super Shivas, die nach ihrem THC-Gehalt ausgesucht worden sind. Diese schöne Pflanze besitzt eine natürliche Resistenz gegen verschiedene Insekten und Krankheiten, was sie zu einer einfach anzubauenden Sorten macht. Als starke Pflanze bringt sie eine mittlere bis hohe Ernte. Die Blüten sind ein Genuss, das kräuterig-würzige Aroma ist schon fast einmalig. Diese Sorte produziert stabile einheitliche Pflanzen, die sich gut für weitere Züchtungen eignen.