Mit Chillum und Ekstase zum kosmischen Kick – Sadhus & Tantriker — Die Mystiker im Hinduismus

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Die Mystikerinnen und Mystiker in den unterschiedlichen Religionen sind für mich persönlich so etwas wie die »Spirituellen Anarchisten«, die Parias der geistigen Welt sozusagen. Völlig autonom in ihren Wegen und Techniken hin zur Verschmelzung mit dem Göttlichen und substanziell doch eine esoterische Einheit. Das Spiel der Energien, der Lauf des Lebens, hat seine eigenen Gesetze und denen haben wir uns anzupas­sen. In einer immer komplexer erscheinenden Welt, in der das einzelne Individuum kaum noch etwas zu zählen scheint, in der Individualität durch Konformität verdrängt wird, zeigt eine mystische oder ganz­heitliche Weltschau, die sich aus den ureigensten inneren Kräften nährt, wie sehr der einzelne Mensch Teil des großen Organismus Erde ist, und als Teil des »Großen Ganzen« zählt jeder Einzelne. Denn so exotisch und geheimnisumwittert uns das Thema Mystik auch erscheint, es geht um nicht viel mehr und doch so viel, als um einen selbst und damit um uns alle.

Um die EntWicklung unser ureigensten Kräf­te — und erinnert euch: nur etwas, das bereits da ist, (login oder registriere dich um links zu sehen)kann entwickelt oder eben wie ein großartiges Geschenk ausgewickelt werden. Mensch muss nur endlich mal damit anfan­gen. Den »Bauplan« tragt ihr doch mit euch rum … Schon vergessen ?!

Den Hinduismus als »einheitliches Religions­Gebilde« gibt es im Grunde nicht. Jedoch gibt es ein zentrales Element des Glaubens in al­len religiösen Strömungen des Hindu-Volkes und das ist der Glaube an das Karma (Prinzip von Ursache und Wirkung) und die Reinkar­nation (Wiedergeburt). Das Karma bestimmt darüber, in welcher Form (Manifestation) die Wiedergeburt erfolgt, bzw. das Samsara (das Ende des Kreislaufs der Wiedergeburt und da­mit die absolute Glückseligkeit) erreicht wird.

Eingebettet und angehängt an die Sanhitas, wurden im Laufe der Zeit die Upanishaden (Geheimlehren).

Die heilige Überlieferung (Smriti) umfasst Su­tras (Leitfäden) und Shastras (Lehrbücher) der verschiedensten Wissenschaften.

Bekanntestes Shastra ist die Bhagavad Gita. Innerhalb der unterschiedlichen religiösen Verzweigungen der Hindus gibt es auch ver­schiedene Glaubensgrundsätze darüber, wie Karma und Reinkarnation bzw. die Befreiung vom Kreislauf der Wiedergeburt (dem Haupt­ziel: das Nirvana) beeinflusst bzw. erreicht werden. Im Yoga (Übung, Disziplin) werden diese Ziele auf unterschiedlichen Wegen zu erreichen versucht. So gibt es nicht nur die rein körperlichen Übungen, mit denen der Be­griff Yoga bei uns im Westen verbunden wird, sondern eine Vielzahl von intellektuellen, phi­losophischen und spirituellen Übungen be­zeichnen ebenfalls Yoga.

Hauptgötter im Hinduismus:

Brahma – Der Erschaffer Vishnu – Der Erhalter Shiva – Der Zerstörer (aber auch Erneuerer)

Erstmals wird Cannabis im Shatapatha-Brah­mana, ca. 800 v. Chr., unter dem Namen vijaya (= Sieg, Triumph) erwähnt. Mit diesem Namen wird Cannabis auch heute noch in tantrischen Ritualen, in denen Sanskritverse rezitiert wer­den, umschrieben.

Eine integrierte rituelle Funktion hat der Ge­brauch von Cannabis im Shiva-Kult, womit wir aber noch immer nicht bei den Sadhus oder gar Tantrikern wären, denn nicht jeder Sad­hu geht den »Shiva-Pfad« und nicht alle Tan­triker gebrauchen Cannabis als Mittel zur Er­langung der kosmischen Ekstase. Shiva gilt als der Gott des Rausches, der Drogen und Kräuter. Er trägt zuweilen den Beinamen Aus­hadhishvara (= Herr der Drogen und Kräuter). Unter diesem Aspekt wird er — z. B. in Nepal — mit einer Kräuterschale in der rechten Hand dargestellt. Andere Abbildungen zeigen ihn beim Trinken eines Bechers bhang. Shiva wird gefürchtet und verehrt. Als Repräsentant männlicher Fruchtbarkeit erflehen die Frauen von ihm Kindersegen. Während der Hochzeit wird der Bräutigam mit Shiva oder »Shankar« und die Braut mit der Gemahlin Shivas, Par­vati oder Gauri identifiziert. Shiva steht dem Menschen ferner als Vishnu. Das Begleittier Shivas ist der Stier Nandi, seine Söhne sind Ganesha und Shanda — Ganesha, der elefan­tenköpfige Sohn Shivas, stellt einen der po­pulärsten Götter des Hinduismus dar. Von ihm erbittet der Gläubige sich u. a. beruflichen und finanziellen Erfolg.

Im Kultzusammenhang wird Cannabis unter­schiedlich verwendet. Die Pflanze ist zusam­men mit