Maple Leafe Indica – Sensi Seeds

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Zu Sensi Seeds und Ben Dronkers muss heute nicht mehr viel erzählt werden, die grösste und bekannteste Seedbank der Welt hat schon mehrere Klassiker veröffentlicht, unter ihnen Hochkaräter wie Jack Herer, Northern Lights, die Hashplant, Jack Flash um nur mal einige wenige zu nennen. Die erfolgreichste Sorte, seit der Gründung der Samenbank, ist und bleibt aber die „Mother’s Finest“ mit ganzen sieben auszeichnungen. Sensi Seeds hat für jeden das richtige im angebot, ob eine schnelle Sativa für den Outdoorbereich, eine harzige Indica für Indoor oder weibliches Saatgut, kein Wunsch bleibt bei diesem breit gefächerten Sortiment offen.

Wir haben und bei diesem Growdurchgang für die Maple Leaf Indica entscheiden. Für 50 Euro pro Packung erhält man zehn reguläre Hanfsamen dieser Afghanischen Inzuchtlinie, deren Ursprung in Nord Afghanistan liegt, genauer gesagt in der Region um Mazar-i-Sharif. Durch eine rückkreuzung auf einen elternteil konnte man einige wichtige Eigenschaften auf der nächsten Generation fixieren und festhalten, dadurch wurde die Maple Leaf homogener und die Anzahl der Phänotypen reduzierte sich merklich. in einem Seedbatch gibt es durch die ziemlich reine Genetik nur wenige unterschiedliche Phänotypen.
Neben einem guten Ertrag verspricht Sensi Seeds ein sehr leckeres zitronige/süssliches Aroma und einen überdurchschnittlichen Harzbesatz, die Blütezeit gibt der Breeder mit 45-50 Tagen an, man darf also gespannt sein ob die Pflanzen diese relativ kurze Zeit einhalten oder ob sie doch deutlich überschritten wird.
Für diesen Growsurchgang standen fünf Stecklinge der Maple Leaf Indica zur Verfügung, einer wurde gleich zur Genetikerhaltung in die Mutterbox gesetzt, die anderen vier kamen zeitgleich in grosse 11 Liter Töpfe, die mit einem Gemisch aus Composana Universal Erde und 10% Perlite gefüllt waren. Für die nächsten acht Tage beleuchtete eine 400W Lampe mit blau/weissen Spektrum die kleinen Pflanzen für mindestens 18 Stunden pro Tag. Hierzu muss ich sagen, dass die Vegiphase gerade bei dieser reinen Indica absichtlich sehr kurz gehalten wurde, um kleine und kompakte Pflanzen zu erhalten. In der Regel hätte man die Wachstumsphase noch um ein, zwei wochen verlängern können oder sogar müssen. Anfangs wuchsen die Pflanzen nur langsam heran und hatten bei Blüte einleitung gerade mal die 20cm Marke erreicht. Neben der Photoperiode wurde nun auch noch die Beleuchtung geändert, anstelle der 400W strahlten jetzt 600W auf die kleinen aber recht kompakten Pflanzen nieder.
Schon ein paar Tage nach der Umschaltung auf den 12 Stunden Rhytmus fingen die Damen an, sich mehrere Zentimeter am Tag in die Höhe zu strecken. Nur wenig später begann die Bildung der ersten Griffel und Blütenstände. Ein früher Zeitpunkt, wenn man bedenkt das die Maple Leaf Indica erst eine knappe Woche in der Blüte stand.
Nach nur 19 Tagen unter 12 Stunden Beleuchtung stellten die Pflanzen ihr Wachstum komplett ein und konzentrierten sich voll und ganz auf die Harz und Blütenbildung, überall kamen Trichome zum Vorschein und auch die blütenmasse wurde täglich grösser. Es war wirklich erstaunlich wie schnell die Maple Leaf sich nach der Umstellung entwickelte.
Die Höhe der vier Pflanzen lag jetzt bei 50cm. Vom äusseren Erscheinungsbild ähnelten die Pflanzen eher einer Kush Variation. die typischen Afghani Blätter, die langen Blattstängel und die verzweigte Statur waren in keinster Weise auszumachen. Die wenigen Seitentriebe blieben im Verlaufe des Grows recht klein, entwickelten aber viele dicht aneinander stehende Blütenkelche, welche eine ovale bis Runde Form hatten und täglich grösser wurden. Diese auffällig, grobe Blütenstruktur erinnert mich stark an eine AK-47 oder eine sour diesel am Ende ihrer Blüte.

Mittlerweile war der Blütetag 30 erreicht, alle vier Damen hatten einen sehr grossen Headbud audgebildet, auch an den unteren Trieben hingen dicke Blütenstände, die jeden Tag noch mehr an Gewicht zulegten. Der Harzbesatz war überdurchschnittlich gut und liess nicht nur Blütenkelche in einem funkelnden weiss erscheinen, auf allem umliegenden Blättern fanden sich Trichomen im Überfluss.
Durch die grossen aufgequollenen Calyxen nahmen die Buds eine immer dichtere und gleichmässige Struktur an, es entwickelten sich kleine Türme aus geschwollenen blütenkelchen, die in ihrer Grösse einem befruchteten Calyx in nichts nachstanden. Durch den enormen Harzbesatz wurde der Geruch natürlich deutlich stärker, hatten die Maple Leaf anfangs noch einen eher süsslich/fruchtigen Geruch, wurde das Aroma im Verlauf des Grows ein wenig saurer.
Es gab jetzt die erste und gleichzeitig letzte Düngung in Form des A+B blüte Grunddüngers von Advanced Nutrients und die Zusätze Big bud, Tarantula und Overdrive vom gleichen Hersteller. Langsam färbten sich auch die ersten Griffel braun, Blüte und Buds begannen nun langsam auszureifen, legten aber nochmals einen enormen Endspurt hin.
Alle vier Pflanzen reifen zur gleichen Zeit aus, 54 Tage nach Blüte einleitung konnten die Maple Leaf Indica geerntet werden. Das Maniküren ging sehr schnell, die wenigen Blätter waren rasch entfernt und so konnten die Blüten an einen dunklen Ort zum trocknen aufgehangen werden. Nach 14 Tagen wurde die erste Rauchprobe genommen, ein zitroniger, etwas würziger Geschmack macht sich schon bei den ersten Zügen bemerkbar. Sehr angenehm, wobei das Zitronige etwas überwiegt. Der Turn kommt nur sehr langsam, zuerst macht sich eine entspannte Wirkung bemerkbar aber spätestens nach weiteren 10 Minuten ist dieser Zustand hinfällig und das schwere, drückende stoned einer reinen Indica macht sich deutlich bemerkbar. die trockenen Blüten waren fest und kompakt, die Oberfläche ist durch die grossen Calyxen sehr ungleichmässig und grob, optisch aber sehr schön anzuschauen.
Der Ertrag war bei allen Pflanzen sehr gut, im durchschnitt brachte eine ca. 52cm grosse Pflanze über 29g Trockengewichtr auf die Waage, was bei dieser Grösse ein sehr gutes Ergebnis ist.
Man liest in den hiesigen Grow Foren nur wenig über die Maple Leaf Indica, dabei hat diese Genetik doch so einiges zu bieten. Harzbesatz, Ertrag, Aroma und Geschmack sind wirklich erstklassig, für mich deshalb eine der besten Sorten die Sensi Seeds zu bieten hat.

Bis zum nächsten Mal,

Sorteninfo:
Name: Maple Leaf Indica / Sensi Seeds
Genetik: Afghani IBL/Bx
Medium: Composana Qualitätsblumenerde
Licht: 400W/600W
Vegi: 8.Tage
Blüte: 54.Tage
Dünger: Advanced Nutrients Grunddünger und Zusätze
Ertrag: 50cm-30g / 54cm-34g / 52cm-27g / 50cm-30g