Dank Marijuana Tee tanzt Corine wieder durch das Leben

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wurde bereits ihre Kranken­hauseinweisung geplant. Sie war nicht mehr fähig, ir­gendetwas zu machen, außer auf der Couch vor ihrem Fenster zu liegen und den vorübergehenden Passanten zu winken. „Als sei ich eine Königin”, sagt sie.

Sie erschuf eine Zeichensprache. Ein Finger bedeutete: Alles okay, zwei Finger: Mir geht es nicht so gut und drei Finger: Komm rein auf eine Tasse Kaffee. Die Haustüre war nie verschlossen, wie es allgemein in kleinen Ge­meinden immer noch Brauch ist. Eines Tage bekam sie Besuch von einem ihrer Nachbarn. Er erholte sich gera­de von seiner Lungenkrebsbehandlung. Der Krebs war durch Asbest verursacht worden. Während der Chemo­therapie litt er unter starker Übelkeit und es half ihm dann, einen Joint zu rauchen. Vielleicht könnte Mariju­ana auch Corine helfen?

Ihr Hausarzt, ein altmodischer Mann, weigerte sich, ihr medizinisches Cannabis zu verschreiben. Er habe bis­lang keine Erfahrung damit und außerdem sei sie auch nicht an Krebs erkrankt, wie der Nachbar. Aber der Inter­nist, der Corine behandelte, rief daraufhin ihren Haus­arzt an, und überzeugte ihn, ihr doch offizielles, medizi­nisches Cannabis zu verschreiben. Dieses Cannabis aus der Apotheke half etwas, doch wie auch immer, verurs­achte es auch Darmprobleme. Apotheken-Cannabis von unserer Regierung landet bei Corine immer im Klo …

(login oder registriere dich um links zu sehen)Im Dezember 2008 entdeckte ihr Ehemann mediwiet.nl im Internet und schrieb uns. Ich empfahl seiner Frau, es einmal mit Cannabis-Tee zu versuchen und schickte ihr eine kleine Tüte mit Schneideresten von unseren eige­nen Cannabis-Pflanzen. Corine bereitete ihren Tee nach der goldenen Regel von 1 zu. 1 Gramm klein geschnittene Kräuter auf 1 Liter Wasser. i Stunde leicht köcheln las­sen und 1 Tasse am Tag davon trinken. Schon am zwei­ten Tag verschwand ihre Übelkeit und zum ersten Mal, seit Jahren, konnte sie in der Nacht gut schlafen. Sie er­höhte die Tee-Dosis und trank nun zwei Tassen davon am Tag. Das hatte bei ihr einen positiven Einfluss auf die Krämpfe, die durch ihr Rheuma verursacht werden.

Sie bekam einen Anruf von ihrer Ernährungsberaterin. Sie hätte einen großen Fehler gemacht und vergessen, genügend Salz im Diätplan einzurechnen. Das sei der Grund, weshalb sie die »Astronauten-Nahrung« nicht verträgt. Corinne war entsetzt. Von da an war es ihr Ziel, sich von allen chemischen Medikamenten zu befreien. Jetzt steigerte sie die Dosis Cannabis-Tee auf drei Tas­sen am Tag. Sie konnte endlich wieder essen und bekam sogar richtigen Appetit. Daraufhin nahm sie ihre Medi­kamente nicht mehr ein.

Es ging ihr von Tag zu Tag ein wenig bes­ser. Letztendlich konnte sie sich einen groß­en Traum erfüllen, sie wurde Nagel-Stylistin. Corine wurde sogar von ihren Ausbildern der Vorschlag gemacht, an Wettbewerben der Branche teilzunehmen …

Nun, nachdem Corine ein halbes Jahr lang Cannabis-Tee trinkt, geht sie mit ihrem Hund täglich eine halbe Stunde spazieren. Sie züch­tet auch ihre eigenen Cannabis-Pflanzen. Co­rine war noch niemals in ihrem Leben high. Nach dem Interview frage ich sie, ob nicht jetzt ein guter Moment wäre, dieses Gefühl einmal kennen zu lernen. Zufälligerweise habe ich eine kleine Pfeife und ein paar Home-Grown Blüten dabei. „Liebe Corine, es wäre schade zu sterben, ohne zu wissen, wie es ist »high« zu sein, das wäre eine verschenkte Erfah­rung”, sage ich zu ihr.

Jetzt weiß sie es aus eigener Erfahrung. „High sein ist gar nicht beängstigend wie ich dach­te, es ist eher lustig”, kichert sie. „Denk nur Corine, manche gebrauchen Drogen zum Spaß und andere brauchen sie als Medizin”, antworte ich. Zusammen laufen wir durch ih­ren Garten auf der Suche nach dem idealsten Standort für die Cannabis-Pflanzen, die im nächsten Jahr wachsen sollen …

Die einzige Medizin, die Corine jemals wieder gebrauchen möchte, ist von nun an selbst ge­züchtetes Cannabis aus dem Garten.

Wemard Bruining www.mediwiet.nl

(1) Diethylstilbestrol (DES) ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der synthetischen, nichtste­roidalen, selektiven Estrogen-Rezeptor-Mo­dulatoren (SERM). DES wurde erstmals 1938 von Leon Goldberg synthetisiert und zur Be­handlung von Kolpitis (Scheidenentzündung) und zur Minderung von Beschwerden in der Menopause (Wechseljahre)