Dank Marijuana Tee tanzt Corine wieder durch das Leben

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Corine war Tänzerin, eine Art Cheerleader und sehr ta­lentiert. Sie gehörte zu den Besten in den Niederlan­den. Bei einer Probeaufführung fiel sie plötzlich in Ohn­macht. Die Doktoren vermuteten daraufhin, dass Corine eine DES-Tochter (1) sei. Ihre Mutter hatte wahrschein­lich DES (Diethylstilbestrol ) während Ihrer Schwan­gerschaft eingenommen. DES ist ein synthetisches Ostrogen, ein weibliches Hormon, das fast 300.000 niederländischen Frauen von 1946 bis 1977 verschrie­ben wurde, um sie vor Fehlgeburten zu schützen. Die Ärzte hörten erst auf, dieses Medikament zu verschrei­ben, als sich herausstellte, dass Kinder, deren Mütter DES eingenommen hatten, mit hoher Wahrscheinlich­keit schwere Krankheiten bekommen werden. Diese Kinder haben oft verschiedene Arten körperlicher De­fekte, wie Unfruchtbarkeit, abnormale Geschlechtsor­gane und ein höheres Krebsrisiko.

Röntgenaufnahmen zeigten, dass Corine nur eine Niere, ebenso nur einen intakten und einen halb ver­drehten Eierstock über der Gebärmutter besitzt. Trotz­dem wurde sie schwanger, aber nach nur 28 Wochen musste das Baby per Kaiserschnitt geboren werden. Glücklicherweise war der kleine Junge gesund, aber Corine behielt heftige Unterleibsschmerzen, verurs­acht durch Verwachsungen als Resultat dieser Opera­tion und einer Zyste, die ebenfalls bei der OP entfernt worden war. Die Gebärmutter verdrehte sich danach noch mehr, aber eine Entfernung beider Eierstöcke würde die Wechseljahre auslösen und davor wollte sie ihr Psychiater bewahren. Er meinte, dass sie dafür noch zu jung wäre …

(login oder registriere dich um links zu sehen)Zu dieser Zeit hatte der Psychiater viel Einfluss auf Corine und so brachte diese Entscheidung für sie ein Leben voll Schmerzen und insgesamt neun Fehlge­burten! Sie bekam Naproxen(2) gegen die Schmerzen verschrieben. 28 Jahre lang nahm Corine täglich 10-12 Tabletten am Tag, die doppelte Dosis wie normal. Na­proxen kann unangenehme Nebenwirkungen verursa­chen, wie z. B. Übelkeit, Bauchschmerzen, Verstop­fung, Kopfschmerzen oder Schwindel. Corine bekam sie alle und oft gemeinsam. Ihr Psychiater meinte, dies sei der Preis, den sie in ihrer Situation zu zahlen hätte. Nebenbei: Laut diesem Psychiater litt sie gar nicht an DES-Symptomen, es sei alles nur Einbildung …

Corine versuchte so »normal« wie möglich zu leben. Sie hatte verschiedene Jobs, mal als Verkäuferin in ei­ner Bäckerei oder im Schuhgeschäft und auch als Rei­nigungsfachkraft. Doch jedes Mal war sie körperlich dazu nur kurzfristig in der Lage, sie wurde immer öfter krank geschrieben und verlor wieder den Arbeitsplatz. Als Corine schließlich 100%ige Berufsunfähigkeit be­scheinigt wurde, standen ihr 70% des letzten Gehalts an Invaliden-Rente zu. Da sie jedoch nur Teilzeit gear­beitet hatte, fiel dieser Betrag sehr gering aus. Dann wurde Corine abermals schwanger. Sie schenkte in der 28. Schwangerschaftswoche ihrem zweiten Kind das Leben. Der kleine Junge kam behindert zur Welt. Zu die­sem Zeitpunkt riet der Frauenarzt ihr, die Gebärmutter und die Eierstöcke entfernen zu lassen. Corine war nun etwa ein halbes Jahr schmerzfrei, als sie völlig unerwar­tet einen Herzinfarkt erlitt. DES-Patienten haben sehr dünne Blutgefäße …

Corine musste sich völlig auf ihren jüngsten Sohn kon­zentrieren. Sie zogen zusammen nach Borgsweer, einer kleinen Stadt in der Nähe von Delfzij, im Norden der Niederlande. Sie genoss das Landleben und die frische Luft. Das Klima und die Umgebung taten ihr gut, aber dann bekam sie abermals mehrere! Herzinfarkte und auch noch einen Schlaganfall dazu. Am Ende musste sie 11 verschiedene Medikamente einnehmen. Dieser »Me­dikamenten-Cocktail« verursachte die verrücktesten Nebenwirkungen.

Corine litt an starker Übelkeit und musste sich dau­ernd erbrechen. Ein spezieller Diätplan wurde erstellt und sie erhielt Flüssignahrung, die alle wichtigen Nähr­stoffe enthält, die der Körper braucht. Corine nennt sie Astronautennahrung. Doch selbst die Flüssignah­rung konnte sie nicht vertragen und brach sie wieder aus. Der niederländische Pflegedienst hatte ihr bereits einen Roller und einen Treppenlift bewilligt, denn sie

konnte kaum noch gehen, geschweige denn Treppen steigen. Corine wurde schwächer und schwächer, bis sie schließlich nur noch 45 Kilogramm wog. Sie wuss­te, dass wenn sich in ihrem Leben nicht entscheidend etwas zum Positiven ändere, sie nicht mehr lange leben würde. In diesem Moment