CheeseWreck – Seedism Seeds – Trainwreck und Cheese

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Seedism Seeds (Niederlande) hat zwei der kommerziell erfolgreichsten Cannabissorten der letzten Jahre miteinander vermählt: Trainwreck und Cheese. Das interessante Ergebnis heißt CheeseWrecK und ist in feminisierter Form auf den Markt gekommen.

Seedism-Züchter und -Inhaber Peter hat früher für The Flying Dutchmen gearbeitet, ist dort quasi in die Lehre gegangen. Vor etwa zwei Jahren gründete er mit Seedism dann seine eigene Seed Bank, genetisch bestens ausgerüstet. Die Hybridsorte CheeseWreck ist einer seiner jüngsten Releases. Hierbei ist es zum Gipfeltreffen von zwei der kommerziell erfolgreichsten Cannabissorten der letzten Jahre gekommen: Die aus Großbritannien stammende Cheese-Sorte (eine besondere Skunk-Variante, vgl. hanfblatt Nr. 107) wurde quasi vor den Zug geworfen, indem sie mit Trainwreck (= Zugkatastrophe) hybridisiert wurde. Peter gelang es dank bester Kontakte zur Exodus(Cheese) und Arcata-Crew (Trainwreck), sowohl an die originale Cheese-Genetik als auch Trainwreck-Genetik heranzukommen. Bei Trainwreck handelt es sich um eine Kombination aus mexikanischer, afghanischer und thailändischer Genetik. Diese extrem potente und süße Sorte stammt aus Humboldt County (Kalifornien/USA) und war lange Zeit ausschließlich als Steckling erhältlich. Mittlerweile ist sie aber auch als Samensorte erhältlich, zum Beispiel von Homegrown Fantaseeds. Trainwreck ist Sativa-dominant, wächst dank der Afghani-Genetik aber so kompakt wie eine Indica-Sorte. CheeseWreck ist ebenfalls Sativa-dominant, soll sich während der Blüte aber nur um 30-50% strecken (in Abhängigkeit von den Umgebungsbedingungen).
Mr. Power Planter gelang es, ein 10er-Päckchen feminisierter CheeseWreck-Samen in seinen Besitz zu bringen. CheeseWreck ist im Handel nur in 5er-Verkaufseinheiten erhältlich, doch besondere Beziehungen ermöglichen besondere Seed-Packs. Neun von zehn Samen keimten und streckten sich eifrig dem Licht einer

Es deutete sich an, dass die CheeseWreck-Plants am Ende mit zum Harzigsten gehören würden, das jemals in Mr. Power Planters Kammer gewachsen ist.

115 Watt starken MaxGrow-CFL (4200 K) entgegen. Das Sämlingswachstum war erstaunlich homogen — wie das von Stecklingen. Die Jungpflanzen glichen sich wie ein Ei dem anderen. 16 Tage nach der Keimung leitete Mr. Power Planter bereits die Blüte ein, denn trotz des laut Seedism nur mäßigen Streckungseffekts hatte er gehörig Respekt vor der Sativa-Genetik und wollte auf keinen Fall zu hohe Pflanzen erhalten. Die CheeseWreckPflanzen waren zu diesem Zeitpunkt immer noch sehr einheitlich, sie wuchsen alle schön kompakt und unterschieden sich in der Höhe, wenn überhaupt, nur um ein oder zwei Zentimeter. Alle neun Pflanzen erwiesen sich bestimmungsgemäß als weiblich. Mr. Power Planter hatte sie zwischenzeitlich in 6,5-Liter-Töpfe, befüllt mit Plagron Standard Mix-Erde, umgetopft. Die Laubblätter der Pflanzen waren eher schmal und länglich (Sativatypisch), ihre dunkelgrüne Farbe aber spiegelte deutlich die enthaltene Indica-Genetik wider. Mit Einleitung der Blüte tauschte Mr. Power Planter die CFL-Leuchte gegen eine 600 Watt starke Hochdrucknatriumdampflampe von GIB Lighting aus, damit die Pflanzen genügend Lichtpower zur Ausbildung großer, dichter Buds erhielten.
Schon früh begannen die CheeseWreck-Plants mit der Blütenproduktion und sehr bald nach dem Erscheinen weißer Blütennarben gesellten sich die ersten sichtbaren Harzdrüsen dazu. Die Harzproduktion kam ab der vierten Blütewoche stark in Schwung — immer üppiger wurde der Harzbelag auf Blüten und Blättern. Es deutete sich an, dass die CheeseWreck-Plants am Ende mit zum Harzigsten gehören würden, das jemals in Mr. Power Planters Kammer gewachsen ist. Auch war die Homogenität der neun Pflanzen nach wie vor insgesamt
gegeben, wenngleich sich im Verlauf der Blüte doch gewisse Höhenunterschiede abzeichneten. Bei der Blütenstruktur wurden ebenfalls teilweise leichte Unterschiede offenkundig: Während die meisten Pflanzen mit ihren fett angeschwollenen, Indica-artigen Buds stark an ihre Cheese-Mutter erinnerten, gab es auch einen Phänotyp mit grazilerer, länglicherer Blütenstruktur, der eher unter die Kategorie Sativa fiel, ein weiterer Phäno lag irgendwo zwischen den ersten beiden. Auch beim Aroma offenbarten sich drei verschiedene Phänos. Fünf Pflanzen verströmten einen süßen, parfümartigen Duft, die anderen rochen erstaunlicher Weise nach Banane oder aber einfach nur fruchtig. Das allgemeine Wachstumsmodell hatte sich bei den Pflanzen während der Blüte nicht großartig verändert, sie hatten durch die Bank weg große, harte Top-Colas und ebensolche SideColas, wobei eine der Pflanzen mit einem dicht um die Top-Cola angesiedelten „Belagerungsring” sehr großer sekundärer Buds besonders imponierte. Das Blüten/ Blätter-Verhältnis der Pflanzen war hoch bis sehr hoch. Allen Pflanzen war gemeinsam, dass sie extrem harzig geworden waren und ihre Blüten dem Betrachter eine beeindruckende weiße Optik darboten. Mr. Power Planter registrierte auch mit großer Zufriedenheit, dass alle neun Pflanzen keinerlei Tendenzen zur Zwitterbildung zeigten, sie blühten samt und sonders rein weiblich. Die Endhöhe der Pflanzen war mit 80, 82, 85, 88, 91,


Fünf Pflanzen verströmten einen süßen, parfümartigen Duft, die anderen rochen erstaunlicher Weise nach Banane oder aber einfach nur fruchtig.

96, 96, 101 und 110 cm gemäßigt und sehr indoor-praktikabel. Sie begünstigte die Entstehung vieler großer Buds an den Pflanzen. Der Streckungseffekt während der Blüte erwies sich in der Tat als nur mäßig. Mr. Power Planter stellte jedoch fest, dass CheeseWreck ziemlich düngerempfindlich ist, trotz eines vergleichsweise geringen EC-Werts von maximal 1,6 mS reagierten manche der Plants mit verbrannten und leicht eingerollten Blattspitzen. Zehn Tage vor der anvisierten Ernte stellte Mr. Power Planter die Düngung ein, um einen süßen, organischen Duft und Geschmack der Blüten sicherzustellen. Sechs der Pflanzen waren nach 65 Blütetagen erntereif, die anderen drei benötigten knapp eine Woche länger. Dieses Ergebnis deckte sich mit der offiziellen Angabe (CheeseWreck-Blütezeit: 9-10 Wochen) von Seedism Seeds. Da der Blattanteil der Buds gering bis sehr gering war, fiel die Erntearbeit Mr. Power Planter sehr leicht. Nach dem Trocknen hatte er noch mal Grund zur Freude, denn mit durchschnittlich 38 g pro Pflanze hatte er für aus Samen gezogene Plants einen hohen Ertrag erreicht. Die drei ertragreichsten Pflanzen warfen 56, 44 und 41 g ab.
Mr. Power Planters Smoke-Test hielt, was die megaharzigen und süßen Blüten versprachen: Extreme Potenz, vor allem in Indica-Form, CheeseWreck hat von Trainwreck deren heftigen „Couch lock effect” geerbt, der Konsument fühlt sich unter dem Eindruck hypnotischer, physisch lähmender Indica-Kraft wie an die Couch gefesselt. Allerdings blitzte inmitten dieser mächtigen Indica-Kulisse auch etwas Sativa-Wirkung auf, und zwar genug, um wach und geistig manövrierfähig zu bleiben. Dies war der dominante Phäno in Sachen IIigh, drei der Pflanzen bewirkten indessen deutlich weniger Indicaund dafür mehr Sativa-Effekte. Geschmacklich gab es bei allen Plants kaum Unterschiede, ihr süß-fruchtiger Geschmack ließ bei Mr. Power Planter keinerlei Wünsche offen. Klar, dass er von der neuen Sorte CheeseWreck insgesamt begeistert war.
Fünf feminisierte Cheese-Wreck Samen sind für kaufberechtigte, also außerhalb Deutschlands lebende Personen zu einem Preis von gut 40 Euro erhältlich.