Cannabis sativa und indica: Unterschiede in der Zusammensetzung

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medizinische Verwendung. Sie ähnelt keiner der beiden Sorten aus den Coffee-Shops. Ursprünglich wurde sie aus einer Jack-Herer-Genetik entwickelt, einem leichten Sativa-dominanten Hybrid. In der Tat ähnelt Be-drocan mehr der Sorte Amnesia (Sativa-Typ) als White Widow (Indica-Typ). Der wichtigste Unterschied zwischen Bedrocan und Amnesia ist der höhere Gehalt an Myrcen, Cis-Ocimen und Terpinolen. Zudem wurden einige Be-standteile von Amnesia nicht in Bedrocan ge-funden, wie etwa Beta-Famesen oder Gamma-Setinen.

Schlussfolgerungen
Weder der THC- noch der CBD-Gehalt charakterisieren Cannabissorten vom Indica-Typ und vom Sativa-Typ. THC ist nahezu ausschließlich verantwortlich für die psychi-schen Effekte der Hanfpflanze sowie für die meisten medizinischen Wirkungen. CBD, weitere nichtpsychotrope Cannabinoide wie Cannabigerol (CBG) und Cannabichromen (CBC) beeinflussen diese Hauptwirkung. Auch CBD allein weist medizinisch interessante pharmakologische Eigenschaften auf, ohne starke Nebenwirkungen zu verursachen.
Die subjektiven Unterschiede zwischen Sativa- und Indica-Sorten beruhen möglicherweise auf den bisher wenig beachteten Cannabinoiden CBG und CBC sowie auf Unterschieden in der Zusammensetzung der Terpene (ätherische Öle). Die aktuelle Studie zeigt, dass Cannabissorten anhand ihres chemischen Profils aus Cannabinoiden und Terpenen unterschieden und charakterisiert werden können. Es wäre in Zukunft interessant zu erfahren, wie sich verschiedene Indica-Sorten, zum Beispiel Hindu Kush (ioo Prozent Indica) und Northern Lights (90 Prozent Indica), voneinander unterscheiden. Das gleiche gilt für Sativa-Sorten hanf anbauen.