CANNABINOIDE IN DER PFLANZE

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Royal AK €8.48

Das Harz der Hanfpflanze besteht nicht nur aus Cannabinoiden. Auch eine Reihe anderer Harzstoffe wie hochpolymere Phenole und Terpene sind hierin enthalten. Wir treffen auch auf Wachsstoffe und die für den charakteristischen Geruch verantwortlichen ätherischen Öle. Hinzu kommen in der Praxis noch Verunreinigungen (Staub und abgestorbene Pflanzenzellen etc.).

Im gereinigten Zustand (von allen Nicht-Harzteilen und Verunreinigungen befreit) hat das Harz eine gelblich-rötliche Farbe, ist schwach und durchscheinend, aromatisch riechend (besonders bei Erwärmung: ätherische Öle), sehr zähflüssig und klebrig. Dieses sogenannte „Rote Öl“ (entsprechend dem auf dem illegalen Markt befindlichen gereinigten „Honey Oil“) enthält alle für uns interessanten Cannabinoide, vorwiegend THC, CBD und CBN

a = Zystolithenhaar
b = große Harzdrüse mit Stiel
c = dto. von oben gesehen
d = sehr kleine Harzdrüse
e = Trichomen
f = große kugelförmige Drüse ohne Stiel
g = Stiel einer Harzdrüse, Kopf bereits abgefallen

ENTSTEHUNG DER CANNABINOIDE 

DRÜSEN:

Entgegen einer weitverbreiteten Meinung werden die Cannabinoide praktisch nicht im Innern der Hanfpflanze produziert. Das Harz wird von Drüsen abgeschieden, die sich überall auf der Oberfläche der Pflanze bilden, außer auf den Samen und an den Wurzeln. Den dichtesten Bestand mit Drüsen trifft man auf der Unterseite der Blätter (besonders entlang der Blattadern) und vor allem an den Blütenständen (Kelchblättern) an.

Zwei unterschiedliche Drüsentypen übernehmen die Harzsekretion:

1. Drüsenhaare. Auf einem meist 1 (bis 4) Pflanzenzellen langen Stiel sitzt ein 1-4 (meist 2) Zellen großer Drüsenkopf. Das gesamte Gebilde ist zwischen 15 und 30 mcm hoch und schaut birnenförmig aus. Die Zellen des Drüsenkopfes stellen das Harz her. Es besteht wahrscheinlich vorwiegend aus Cannabinoiden (ansonsten ätherischen Ölen). Praktisch nicht mit dem bloßen Auge erkennbar.

2. kugelförmige Drüsen. Kernstück dieser Drüsen ist ein 25-100 mcm durchmessender kugeliger Drüsenkopf, der von 8 bis zu 16 nach außen gewölbt wachsenden Zellen gebildet wird. Das produzierte Harz sammelt sich zwischen den Pflanzenzellen und der umgebenden Außenhaut (Cuticula) an. Unter dem Drüsenkopf befindet sich ein Stiel, welcher wie der Kopf kein Chlorophyll enthält, also nicht grün aussieht. Bei im jugendlichen Entwicklungsstadium der Pflanze gebildeten Drüsen ist der Stiel nur wenig entwickelt (zwei Zellen), sodaß man ihn kaum erkennen kann. Während der Blüte gebildeten Drüsen besitzen jedoch meist einen erheblich längeren Stiel (bis über 200 mcm), der aus mehreren Zellen besteht und meist auch mehrere Zellen durchmißt. das Harz wird in dem Zwischenraum zwischen Zellen und der äußeren Haut (Cuticula) des Drüsenkopfes sekretiert und angesammelt. Das Harz ist zunächst farblos transparent, mit zunehmender Reife nimmt es eine gelblich-bräunliche Farbe an, wird trübe und stellt nach der Trocknung der Pflanze eine sehr zähflüssige, klebrige und stark riechende Harzmasse dar. Das frische Harzsekret besteht zu 80-90% aus Cannabinoiden (den Rest dürften vor allem ätherische Öle ausmachen.

Die kugelförmigen Drüsen mit oder ohne Stiel findet man vor allem an den Blütenständen, hier besonders reichlich auf den weiblichen Kelchblättern, sowie auf den Unterseiten der Blätter, verstärkt entlang der Blattadern. Sie sind mit dem bloßen Auge erkennbar. Ob es sich bei den kugelförmigen Drüsen mit Stiel und denen ohne Stiel um zwei verschiedene Arten von Drüsen handelt ist von rein theoretischer Bedeutung.

Mit der Reife können die Stiele der kugelförmigen Drüsen austrocknen, dann brechen die Drüsenköpfe selbst leicht ab. Bei der Haschischherstellung sollen vor allem diese Drüsenteile durch Abreiben der Blätter mit den Händen oder durch leichtes Ausdreschen der getrockneten Pflanze (über feinen Siebmaterialien) gewonnen werden.

Die oberirdischen Teile der Cannabispflanze sind mit Haaren bedeckt. Diese sogenannten Zystolithenhaare oder Trichomen haben an der Basis Kalk in ihr Gewebe eingebaut . Sie bestehen nur aus einer Zelle. Die Zystolithenhaare der Oberseite der Blätter sind kürzer als die Haare der Blattunterseite. Sie haben eine breitere Basis und sehen durch ihre kürzere Spitze etwas klobig aus. Die Haare der Blattunterseite messen zwischen 150 und 500 mcm. Da diese schlanken Gebilde meist bogenförmig von der Blattoberfläche wachsen, bieten sie oft den anfälligen Harzdrüsen Schutz. Zystolithenhaare scheiden keinerlei Sekret ab.

Von vordringlicher Wichtigkeit bei der Harzproduktion sind also die großen kugelförmigen Drüsen, gleich ob sie mit einem längeren Stiel versehen sind oder nicht.

VORKOMMEN DER DRÜSEN

Je weiter die Pflanze in ihrer Entwicklung fortgeschritten ist, desto mehr und größere Drüsen finden sich auf den neu gebildeten Pflanzenteilen. Entsprechend treffen wir den dichtesten Besatz und die größten Drüsen an den Blütenständen an, hier besonders auf den weiblichen Kelchblättern. Auch die zwischen den einzelnen Blüten wachsenden kleinen Blättchen sind reichlich von Drüsen überzogen.
Je älter ein Pflanzenteil ist, desto weniger Drüsen werden darauf zu finden sein. Am Stengel können wir kaum mit Drüsen rechnen, auch auf den Ästen und Blattstielen sieht es mager aus. Die großen unteren Blätter haben nur wenige Drüsen, die später ausgetriebenen Blätter immer mehr. Abgesehen von den zwischen den Blüten wachsenden Blättchen läßt sich der dichteste Drüsenbestand an den Triebspitzen erkennen, den neu austreibenden Blättern also.
Männliche Pflanzen sind nicht so dicht von Drüsen überzogen wie ihre Schwestern. Ihr Harz aber ist von gleicher Zusammensetzung (bei gleichem Erbgut = Geschwister).

Bestandsdichte mit Drüsen der Reihe nach:

1. weibliche Blütenstände (ohne Samen mit dazwischen wachsenden Blättern)
2. männliche Blütenstände
3. junge Triebe, Triebspitzen
4. Blätter- a) bei den Blüten (klein) 
b) an den Ästen (mittel 
c) am Hauptstengel (groß)
5. Blattstiele (Rangfolge wie bei Blättern)
6. Stengel
7. Samen und Wurzeln (keine Drüsen vorhanden)

Etwa in dieser Reihenfolge gliedert sich auch die Wirksamkeit der einzelnen Pflanzenteile. Man darf dies allerdings nicht zu eng sehen. Besonders die männliche Pflanze ist nicht immer zuverlässig in ihrer Potenz. So kann es durchaus sein, daß die Triebspitzen (männlich) stärker wirksam sind als die Blüten.

ZWECK DES HARZES

Wenn man sich die Entwicklung der Harzdrüsen genau anschaut, bemerkt man, daß sie sich eigentlich gar nicht öffnen sollen. Im Normalfall verbleibt das Harz in den Drüsenköpfen, nur gelegentlich platzen während der Reife übervolle Drüsen auf oder läuft Harz durch die Poren an der Drüse aus.

Über den Zweck der Cannabinoide existieren die unterschiedlichsten Meinungen. Kaum glaubwürdig sind die Thesen vom physikalischen Nutzen der Cannabinoide. „Wenn es heiß wird, platzen die Drüsen auf, das klebrige Harz ergießt sich über die Blattoberfläche und schützt die Pflanze durch Verkleben der Poren vor übermäßiger Verdunstung.“ Das ist selbstverständlich völliger Unfug. Die Pflanze kann ihre Poren selbst willentlich verschließen. Wie sollte sie außerdem nach Beendigung der Trockenzeit die verklebten Poren wieder öffnen können?

Auch der angebliche Schutz der „Harzschicht“ gegen das gefährliche UV-Licht, welches die Keimzellen bedroht, ist ebenfalls nur ein stumpfes Schwert, so viel Licht kann selbst ein dichter Drüsenrasen nicht brechen.

Niemand vermag ganz sicher zu sagen, wozu die Cannabinoide dienen. Wahrscheinlich nützen sie der Pflanze vorwiegend durch ihre biochemischen Eigenschaften. Pflanzenfresser werden von dem wirksamen Harz von den Pflanzen abgehalten (dagegen spricht nicht, daß Sämlinge gern von Hasen etc. gefressen werden. In diesem Stadium enthält die Pflanze nur wenig Cannabinoide, da die Drüsen noch nicht ausgebildet sind).

Für kleinere Schädlinge kann sich auf eine Expedition auf drüsenüberzogenen Blättern als eine fatale Wanderung auf dem klebrigen Fliegenfänger erweisen, vielleicht nimmt ihnen auch das Harz den Appetit. Sie machen sich nicht über Blätter, Pollen oder die Vermehrungsorgane besonders wichtig zur Arterhaltung, daher dort besonders viele Harzdrüsen) her. Cannabis ist Windbestäuber, braucht also bei der Vermehrung nicht die Hilfe von Insekten.

Auch lassen sich diebische Vögel durch die Cannabinoide davon abhalten, die noch unreifen und von den besonders drüsenreichen Kelchblättern umschlossenen Samen zu naschen. Erst wenn der Same reif ist fällt er aus der schützenden Kelchblatthülle. Dann können die Vögel ihn aufpicken. Nicht jeder Same wird geknackt werden können, besonders widerstandsfähige gelangen unverdaut mit dem Kot wieder in die Landschaft, was zur Verbreitung von Cannabis beiträgt.

Man darf auch nicht vergessen, daß viele Cannabinoide antibiotisch wirken, ebenfalls konnte man eine Giftwirkung auf Nematoden feststellen. Eindeutig zum Schutz gegen Schädlinge und Pflanzenfresser dienen auch die Zystolithenhaare.

BIOSYNTHESE DER CANNABINOIDE

Die Herstellung der Harzstoffe findet im Kopf der Drüsen und in den oberen Zellen des Stieles statt. Die Biosynthese der Cannabinoide, also das genaue chemische Verfahren, nach dem die Pflanzenzellen Cannabinoide zusammensetzen, ist nicht sicher erforscht. Allgemein geht man allerdings von folgendem Schema aus: Geranylpyrophosphat (eine in der Pflanzenwelt verbreitete Vorstufe von Terpenen) kondensieren zu Cannabigerolsäure. Nach MECHOULAM (1973) (L6, S. 30-31) könnte es dann über eine Oxydation zu Hydroxycannabigerol weitergehen, aus dem über eine weitere Zwischenstufe (b) Cannabidiol bzw. CBDS cyclisiert. Hieraus kann wiederum delta-9-THC bzw. THCS entstehen. CBN wird als Abbauprodukt von THC automatisch mit der Zeit gebildet.
In der lebenden Pflanze liegen die Cannabinoide vorwiegend in ihren psychisch inaktiven Säureformen vor, die sich durch den Einfluß von mehr oder weniger Wärme und Sauerstoff später an den chemisch gesehen neutralen aber psychoaktiven Entsprechnun*gen verwandeln. Aus THCS wird durch diese Decarboxylierung THC, aus CBDS wird CBD usw.

ZUSAMMENSETZUNG DER CANNABINOIDE

Wie wir schon wissen, wird das Cannabisharz vor allem von CBD, THC und dem Abbauprodukt CBN gebildet. Die Eigenschaft, ein Harz von einer bestimmten Zusammensetzung dieser Stoffe zu produzieren, ist erblich festgelegt. Jede Cannabissorte hat ihr individuelles Mengenverhältnis der Cannabinoide untereinander. Man kann fünf größere Sortengruppen aufstellen, in denen jeweils ähnliche Harzkombinationen liefernde Pflan*zen eingeteilt werden. Man nennt diese Gruppen Chemotypen.

Chemotyp I: Viel THC, wenig CBD. Tropische Sorten. Meist 3-4 m, buschig, seitlich wachsende Äste (Tannenbaum-Form). Ostasiatische Sorten über 4m, Äste nach oben wachsend (wie Pappel). Seltener kleine Pflanzen mit mehreren Hauptstengeln. 

Chemotyp II: Viel CBD, mittel bis viel THC. Zwischengruppe. Subtropisch (Marokko, Afghanistan, Pakistan etc.). Sehr harzreich, aber hoher CBD-Anteil. Haschischherstellung. Meist 3-4 m, pappelartig (nach oben wachsende Äste). Türkei, Griechenland, Asien. Oder: 1,5 bis 2,5 m sehr buschig, reichliches Blattwerk (Nepal, Nordindien, Zentralasien, Nordafrika). Oder: kurz (unter 1,2 m), verkümmerte Äste, Blütentraube nur am Hauptstengel, sieht aus wie Oberteil größerer Pflanzen (Libanon, Nordafrika, Thailand).

Chemotyp III: Viel CBD, wenig THC. Gemäßigtes Klima. Industriesorten. Faser: sehr hoch (bis 6 m), kaum Äste, Blätter überwiegend gegenständig, lange Internodien (Stengelstück zwischen zwei Knoten, in denen die Blätter entspringen). Samengewinnung: sehr kurz (0,7-2 m), sehr buschig. Äste wachsen seitlich, kurz, gleichlang (zylindrisches Aussehen der Pflanze). Oder: sehr kurz ohne Äste (unter 1 m). Reichlich Samenbei satz.

Chemotyp IV: Wie I oder II. Es werden allerdings Propyl-Isomere gebildet (mindestens 5% der Gesamt-Cannabinoidmenge z.B. T HCV). Äußerst potente Sorten! Südafrika, Nigeria, Afghanistan, Indien, Pakistan, Nepal.

Chemotyp V: Produziert hauptsächlich CBGM (nicht psychoaktiv). Japan, Korea, China. Uninteressant.

CANNABINOID-MENGEN

Ein recht müßiges Kapitel. Die tatsächliche Harzmenge hängt vor allem von der Vererbung ab. Mit diesem Kapital kann dann die Umwelt arbeiten. Entweder entwickelt sich die Erbanlage voll (günstige Lebensbedingungen), oder der tatsächliche Cannabinoid Gehalt hinkt wegen ungünstigen Bodenverhältnissen, zuwenig oder zuviel Wasser, zuwenig Licht, zuwenig Wärme (Klima) etc. hinter dem Möglichen her. Umgekehrt können allerdings optimale Lebensbedingungen aus einer lahmen Erbmasse keine hochpotente Marijuana-Sorte zaubern.

Wo untersucht man nun den Harzgehalt? Die ganze Pflanze (= Kraut) bringt völlig andere Werte als nur die harzreichen Blütenstände. Wie untersucht man sie? Bei den verschiedenen chemischen Extraktionsverfahren und Untersuchungsmethoden werden manche Cannabinoide in andere Cannabinoide (z.B. durch Hitze bei der Gaschromatographie) verwandelt. Wie wir sehen, hat man es mit einem Haufen Unbekannten oder Variablen zu tun. Leider hat sich die Wissenschaft noch nicht zu standardisierten Tests durchringen können. Daher bleiben alle verfügbaren Untersuchungsergebnisse immer mit einem gewissen Fragezeichen behaftet. Man sollte nur Ergebnisse vergleichen, die unter denselben Bedingungen gefunden wurden, und den Vergleich absoluter Werte meiden. Aber das ist auch nicht so wichtig. Meist interessieren relative Werte ohnehin mehr, was „besser“ ist, was weniger „gut“. Prozentzahlen können nicht geraucht werden.

Cannabinoid-Werte sind abhängig von:
-Erbmasse (genetisches Potential) 1 Adaption
-Umwelt (Anbau, Klima, Boden)
-Verarbeitung, Lagerung (THC zu CBN z.B.)
-Probenmaterial (Blätter oder Blüten oder -Stengel, mit Samen, ohne?)
-Labortechnik (Extraktionsmethode, Analysemethode) 

SONSTIGE HARZPRODUKTION:

Auch wenn die Harzproduktion beinahe ausschließlich von den Drüsen auf der Pflanze durchgeführt wird, findet doch auch eine gewisse Harzproduktion im Innern der Pflanze statt. Kleine langgezogene Zellen (Laticiferen) sondern die allerdings nur sehr bescheidenen Harzmengen ab. Diese kleinen Zellkanäle finden sich überall in den grünen Teilen der Pflanze, durchziehen die Triebspitzen und durchdringen den für den Transport organischer Stoffe zuständigen Bastteil (Pleem) entlang der Blattadern

WOVON HÄNGT DIE POTENZ VON CANNABIS AB?

Letztlich wird die Potenz von Cannabis oder Cannabisprodukten immer von ihrem Gehalt an wirksamen THC bestimmt. Wieviel THC in Haschisch oder Grass enthalten ist, richtet sich sehr nach dem Erbgut (= Veranlagung) der Sorte. Beim Anbau (Umwelt) kann dieses Erbgut höchstens zur vollsten Entfaltung gebracht werden, keinesfalls jedoch lassen sich darüberhinausgehende Ergebnisse erzielen.
Noch mehr als die Harzmenge einer Pflanze ist die Zusammensetzung des Harzes genetisch festgelegt. Daher teilt man die Cannabissorten in verschiedene Chemotypen ein: Chemotyp 1 enthält vorwiegend THC und kaum CBD, Chemotyp 2 enthält sowohl einiges an THC als auch an CBD, Chemotyp 3 viel CBD und wenig THC etc.
Auch während der Entwicklung macht eine Cannabispflanze Potenzschwankungen durch. Grob gesagt nimmt der Wirkstoffgehalt zur Blüte hin zu. Unterschiedliche Pflanzenteile weisen ebenfalls unterschiedliche Potenz auf. Je später ein Pflanzenorgan in der Entwicklung einer Pflanze gebildet wurde, desto potenter ist es gewöhnlich. Dies erklärt sich durch einen immer dichteren Besatz mit Harzdrüsen bei der Ausbildung neuer Blätter und schließlich Blüten. Je nach Stellung in der Pflanze kann man also davon ausgehen, daß Kelch und Kelchblätter die potentesten Pflanzenteile sind, gefolgt von Blüten, Blütenblättern, Triebspitzen bzw. kleinen jungen Blättern, größeren Blättern, Blattstielen und schließlich Stengeln und Wurzeln, die kaum noch Cannabinoide enthalten. In den Samen treffen wir überhaupt keine Cannabinoide an. Weibliche Pflanzen enthalten mehr Harz als ihre männlichen Geschwister, das Harz ist jedoch von gleicher Zusammensetzung. 
In Haschisch befinden sich aufgrund seiner besonderen Herstellung wesentlich mehr Harzteile als in der rohen Pflanze, es besteht vorwiegent aus den Cannabinoidreichen Harzdrüsen. Chemische Extrakte von Cannabis (Haschöl) bestehen im Idealfalle ausschließlich aus extrahiertem und gereinigtem Cannabisharz.
Die Potenz einer Zubereitung ist auch abhängig vom Grad der Zerstörung der ursprünglich vorhandenen THC-Menge. Bekanntlich bauen Licht, Luft und Wärme THC zum unwirksamen CBN ab. Dies zu verhindern ist eine Frage der Lagerung.